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Geschichte der Getränkedose
Die Getränkedose wurde Anfang der 30er Jahre in den USA erfunden. Die Gottfried Krueger Brauerei, beheimatet in Newark/New Jersey, brachte am 24. Januar 1935 erstmals „Krueger’s Beer“ in Dosen auf den Markt.
Als Testmarkt wurde die Stadt Richmond in Virginia ausgewählt. Hersteller der ersten Getränkedosen war die American Can Company. Das Jahr 1 in der Geschichte der Getränkedose endete mit 200 Millionen verkauften Bierdosen.
1936 war die Zeit reif für in Dosen abgefülltes Bier außerhalb der USA. Die Felinfoel Brauerei aus Wales war es, die ihr Bier als erste Brauerei außerhalb der USA verkaufte. 1937 waren es in Großbritannien bereits 23 Brauereien, die 40 verschiedene Biermarken in Dosen auf dem Markt anboten.
In Deutschland stellte Schmalbach 1937 seine erste Bierdose vor: eine dreiteilige Flaschendose mit Kronkorkenverschluss, die jedoch aufgrund der aufwändigen Herstellung nicht weiterverfolgt wurde. Doch 14 Jahre später war es so weit:
„Moderner Leben – mit Bier aus Dosen“, so lautete der Werbeslogan für die erste Bierdose in Deutschland, die 1951 auf den Markt kam. Schmalbach-Lubeca stellte die neue Verpackung auf der Fachmesse Interbrau vor. Eine große Frankfurter Brauerei, die 1951 als erste deutsche Brauerei ihr Export-Bier im Weißblechzylinder anbot, hatte sich zunächst deshalb für die Markteinführung der Dose entschieden, um die in Frankfurt stationierten amerikanischen Streitkräfte zu versorgen.
Denn die Amerikaner schätzten das Gebinde längst. Das Füllgewicht der ersten von Schmalbach-Lubeca produzierten Bierdose wurde daher auch nach einem amerikanischen Maß festgelegt und betrug 12 oz (= Unzen) oder umgerechnet 0,35 Liter. Erst 1973, mit dem neuen „Maß- und Gewichtsgesetz“, wurde das Füllvolumen auf 0,33 Liter geändert.
Allerdings musste der flache, runde Deckel noch mit einem Hilfsmittel geöffnet werden. Eine wesentliche Weiterentwicklung war daher der Aufreißdeckel aus Aluminium, der 1964 eingeführt wurde und dem Verbraucher ein deutliches Plus an Bequemlichkeit bot.
In den 50er und 60er Jahren bestand die Bierdose aus drei Teilen: einem zusammengelöteten Rumpf, einem Boden und einem Deckel. Die erste zweiteilige kam 1974 auf den Markt. Während die Dose 1951 noch 83 Gramm wog, waren es 1974 nur noch 38 Gramm – heute bringt sie gerade mal 21 Gramm auf die Waage.
Doch damit ist das Innovationspotential der Getränkedose noch längst nicht ausgereizt: Sie wird auch heute noch mit erheblichem Forschungs- und Entwicklungsaufwand ständig weiterentwickelt.
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